Ilsesock's Blog

Strickbücher

Posted in Strickanleitungen by ilsesocks on 10. Juni 2012

Zum ersten Band der Reihe „Überlieferte Strickmuster aus dem Ennstal“ bestellte ich mir die beidenFolgebände. Ich war so begeistert von dem Bücherl, dass ich die Nummern 2 und 3 einfach haben musste. Man bekommt sie sehr unkompliziert von Schloss Trautenfels – einfach mit Erlagschein zugeschickt. Diese unscheinbaren Bücherln (oder eher Hefterln) enthalten – verglichen mit anderen Strickmusterbüchern – um ein Vielfaches mehr Information, die darin enthaltenen Beschreibungen sind klar und unkompliziert und bis jetzt bin ich noch auf keine Fehler gestoßen. Nachdem wir kürzlich in Bayern beim Volksmusiktreffen „Drumherum“ gespielt haben und dort natürlich auch unzählige Trachten Strutzen, Jacken und diverse Stricksachen zu sehen waren, bekam ich große Lust, mich dieser Technik eingehender zu widmen.

Neujahrs-Handschuhe aus Sea-Mar von Socks that Rock mit Strickanleitung für Handschuhe

Posted in Handschuhe, Strickanleitungen by ilsesocks on 1. Januar 2011

Mein erstes fertiggestelltes Werk im neuen Jahr sind diese Herren-Handschuhe aus einer Blue-Moon-Wolle „Sea-Mar“.

Ich finde die Merino von Socks that Rock ist die beste Wolle für Handschuhe, weil sie so herrlich flauschig ist und dadurch die kleinen Unregelmäßigkeiten bei den Fingeransätzen so schön ausgeglichen werden. Die kleinen Löcher, die sich zwangsläufig ergeben, schließen sich quasi von selbst.

Den Farbverlauf finde ich auch genial: Ohne, dass man was dazutun muss, ergeben sich verschiedene  Musterungen und Übergänge.

… und von hinten mit aufgeklapptem Bündchen sehen sie so aus:

Das Bündchen kann ruhig etwas länger sein, dann kann man es einmal umschlagen und es ist gleich um vieles wärmer. Außerdem hat man am Ende weniger Wollrest.

Hier ist eine kurze Anleitung, die ich mir nun selbst zurechtgelegt habe, nachdem ich schon mehrere Paare Fingerhandschuhe gestrickt habe. Auf diese Art passen die Handschuhe (finde ich zumindest) am besten:

Strick-Anleitung für Handschuhe

für Damen (in Klammer geschriebene Zahlen für Herren)

Wolle: Merino-Superwash von Socks that Rock (man kann aber auch eine andere Wolle nehmen zB von handgefaerbt oder Woll-Land oder Jitterbug, alles herrlich flauschige Wollen, die ich gern verstricke).

Nadelstärke: 2,75

Bündchen: 14 Maschen pro Nadel – 1 glatt, 1 verkehrt – die Länge des Bündchens nach Geschmack, empfehlen würde ich aber, ein eher längeres Bündchen zu stricken, damit man es einmal umklappen kann.

Danach je nach Handgröße ca 4-5 Reihen nur glatt stricken. Bei großen Herrenhandschuhen auch etwa 8 Reihen stricken.

Dann für den Daumen in jeder 3. Reihe wie folgt zunehmen:

  1.  Nadel: 3 M glatt stricken, dann aus dem Querfaden eine Masche zunehmen, und die restlichen 11 Maschen glatt stricken
  2.  Nadel: glatt stricken
  3.  Nadel: glatt stricken
  4.  Nadel: 11 M glatt stricken, dann eine Masche aus dem Querfaden zunehmen und die restlichen 3 Maschen wieder glatt stricken

Nach der 3. (4.) Zunahme-Reihe noch 2 Reihen glatt drüberstricken und dann die 12 (14) Maschen für den Daumen stilllegen. Ich verwende dazu eine übergroße Sicherheitsnadel.

Dort, wo die Daumenmaschen stillgelegt sind wieder 6 Maschen zunehmen, indem man einfach insgesamt 6 Maschen auf die darüberliegenden Nadeln frisch  anschlägt.

Glatt weiterstricken, bis der Ansatz des kleinen Fingers erreicht ist, ca 17 Runden (20 Runden).

Nun die Maschen auf den Nadeln so verteilen, dass das Daumenloch an der richtigen Stelle ist, ich finde es am besten, wenn man beim ersten Handschuh alle Nadeln um 4 Maschen nach links verrückt und für den zweiten Handschuh alle Nadeln um 4 Maschen nach rechts verrückt, sodass der Daumen ein Stück nach innen wandert.

Danach den kleinen Finger mit insgesamt 14 (15) Maschen rundstricken. Dazu nimmt man jeweils 7 Maschen von den bestehenden Maschen auf den beiden entsprechenden Nadeln und 2 (3) Maschen schlägt man – bevor man die kleine Runde für den Finger schließt  – neu an (Siehe Skizze unten). Diese kleinen Fingerrunden (am besten mit nur 3 Nadeln) so lange stricken, bis die passende Fingerlänge erreicht ist.

Fingerabschluß: jeweils die 1. beiden Maschen jeder Nadel zusammenstricken, solange bis auf jeder Nadel nur mehr 3 Maschen sind (falls nicht gleich viele Maschen auf den Nadeln sind, mit der Abnahme bei den Nadeln beginnen, die mehr Maschen haben). Durch die 9 verbliebenen Maschen den Faden durchziehen und zusammenziehen und vernähen.

Danach den Faden neu ansetzen und 4 (5) Reihen über die gesamte Runde stricken, weil der kleine Finger etwas tiefer sitzt.

Dann die restlichen Finger (Ringfinger, Mittelfinger und Zeigefinger) stricken, dazu die Maschenanzahl und -aufnahme nach dem untenstehenden Schema (Ansicht von oben auf die Strickerei) machen, bei Mittelfinger und Zeigefinger muss man den Faden wieder neu ansetzen:

 

Die Fingerlänge jeweils individuell anpassen.

Zum Schluss den Daumen stricken und dazu

  • die 12 (14) stillgelegten Maschen verwenden und
  • in die Anschlagknötchen der 6 neu angeschlagenen Maschen über den Daumenloch einstechen und daraus neue Maschen aufnehmen und
  • zusätzlich jeweils zwischen den 12 Maschen aus den stillgelegten und den 6 neuen Maschen eine Masche verschränkt aus einem Querfaden erzeugen,

sodass insgesamt 20 (22) Maschen für den Daumen entstehen. Damit den Daumen (in der individuall passenden Länge) stricken.

 Zuletzt alle Fäden vernähen und damit ev. entstandene Löcher zusammenziehen.

Gutes Gelingen!

Kappen-Haube

Posted in Diverses, Strickanleitungen by ilsesocks on 24. Juli 2010

Die arge Hitze macht wieder einmal Pause, derzeit regnet es waagrecht, also richtig ungemütlich draußen, Zeit zum Bloggen! Das gestrige Grillfest ist sich wettermäßig haarscharf ausgegangen, heute erwarten wir erst ab 4  Uhr Nachmittag wieder Gäste. Viele aus meiner Familie haben Ende Juli Geburtstag.

Aus der selbst zusammenkardierten und anschließend gefärbten Merino-Seiden-Mischung habe ich mittlerweile eine Haube oder besser gesagt „Kappe“ – oder was immer es ist – gestrickt. Innen hängen noch recht viele Fäden herum, die muss ich noch vernähen.

Strick-Anleitung für Haube mit Kappe

Die Haube ist mit Nadelstärke 3, aber nicht den kurzen, sondern den 20 cm – Nadeln rundgestrickt und von oben innen begonnen, das Muster so angelegt, dass pro Reihe auf jeder Nadel 1 Masche zugenommen wird, dann so lange weitergestrickt, bis es groß genug erschien, danach wieder in jeder Reihe 1 Masche/Nadel abgenommen; das so lange, bis die Kopfweite erreicht war und im 1glatt-1verkehrt-Muster ein ca 3 cm-Band gestrickt. Das Problem mit der Krempe habe ich so gelöst: Etwas mehr als die Hälfte nach dem Rand locker abgekettet und den Rest, also etwas weniger als der halbe Umfang im 1glatt-1verkehrt-Muster ca 8 cm hin- und zurück weitergestrickt und dann ein Plastik (durchsichtig, von einer Verpackung) selbst mondförmig zugeschnitten und das weitergestrickte längere Stück umgeschlagen und das Plastik eingenäht, damit die Krempe steht – eigentlich sehr einfach.

Die Farben auf dem ersten Bild kommen ganz gut hin, mit Violett ist ja das immer so eine Sache; und aufgesetzt sieht sie so aus: